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Wenn Reflux das Leben verändert
Wenn Reflux das Leben verändert
PD Dr.med.Eckhard Löhde
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Gallereflux (DGER) – die oft übersehene Komponente des Refluxes
Das Aufsteigen von Gallensäuren ist bei vielen Refluxpatienten latent, aber oft unbemerkt vorhanden. Zunächst fließt der Gallensaft aus dem Zwölffingerdarm in den Magen. Erreicht er die Speiseröhre, spricht man vom DGER (Duodeno-Gastro-Esophageal Reflux) . Was passiert dabei im Körper? Unser Verdauungssystem besteht aus klar getrennten Funktionsräumen: Magen: stark saures Milieu (pH 1–2) Zwölffingerdarm: alkalisches Milieu (pH 8–8,5) Für das alkalische Milieu sind vor allem
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Zwerchfellbruch - warum gerade ich?
Viele fragen sich: Warum habe gerade ich einen Zwerchfellbruch bekommen? Lag es am Sport, an einer Belastung oder an einem bestimmten Ereignis? Dieser Bereich im Zwerchfell ist bei jedem Menschen eine gewisse Schwachstelle, die für den Körper nur schwer zu stabilisieren ist. Kommen zusätzliche Risikofaktoren hinzu, kann das System ins Ungleichgewicht geraten. Gesicherte Risikofaktoren Schwangerschaft (insbesondere Mehrlingsschwangerschaft oder großes Kind) familiäres Auftrete
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Schwierige Diagnostik - Warum eigentlich?
Viele Betroffene erleben eine verwirrende Situation: Untersuchungen widersprechen sich. Eine Magenspiegelung zeigt einen Bruch, die nächste nicht. Das Röntgen ist unauffällig, das MRT ebenfalls. Am Ende bleiben mehr Fragen als Antworten. Warum ist das so? Das Problem: das Zwerchfell Das Zwerchfell ist ein dünnes, bewegliches Organ, das sich mit jedem Atemzug verändert.Es lässt sich deshalb mit keiner Untersuchung vollständig erfassen. Zudem stehen viele Organe – Herz, Lunge,
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Stiller Reflux – was steckt wirklich dahinter?
Stiller Reflux
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Herz und Zwerchfell – ein oft übersehener Zusammenhang
Immer wieder berichten mir Patienten über plötzlich auftretende Herzbeschwerden. Ein Patient formulierte es so: „Mein Herz raste wie eine Nähmaschine – ein zutiefst beängstigendes Gefühl.“ Nicht selten steht dabei zunächst der Verdacht auf einen Herzinfarkt im Raum. Die Reaktion ist verständlich: Notarzt, Krankenhaus, umfassende kardiologische Diagnostik. EKG, Belastungsuntersuchungen, Ultraschall und Labor – alles wird sorgfältig geprüft. Das Ergebnis ist jedoch fast immer d
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Diagnose „Reflux“. Wie geht es weiter?
Viele Patienten sind zunächst erleichtert, wenn endlich die Diagnose „Refluxkrankheit“ gestellt wird. Doch dann stellt sich schnell die nächste Frage: Wie geht es nun weiter? Im medizinischen Alltag folgt die Behandlung oft einem einfachen Schema: Sodbrennen → Säureblocker → „Der Nächste bitte“. Der Rest bleibt dem Patienten überlassen. Ein typischer Verlauf Eine Patientin schrieb mir: Nach Jahren der Unsicherheit stand endlich die Diagnose fest. Sie stellte ihre Ernährung u
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Reflux und Lunge – ein oft übersehener Zusammenhang
Reflux betrifft nicht nur die Speiseröhre – auch die Lunge kann erheblich darunter leiden. Insbesondere gasförmige Bestandteile des Refluxes gelangen mit der Atemluft in die Bronchien. Die Folge sind Husten, Infektanfälligkeit und wiederkehrende Atemwegsprobleme. Die Lunge versucht, diese Stoffe durch Husten, eine Leistung des Zwerchfells, zu entfernen – ein kraftvoller Schutzmechanismus. Doch bei dauerhaftem Reflux ist sie dieser Belastung kontinuierlich ausgesetzt. Ein Pati
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Barrett-Ösophagus – was Sie wissen sollten
Als Betroffener mit Refluxbeschwerden haben Sie den Begriff Barrett-Ösophagus sicherlich schon gehört. Dieses Krankheitsbild wird seit Jahrzehnten diskutiert, und auch wenn sich unser Wissen weiterentwickelt hat, bestehen noch immer Unsicherheiten. Der Barrett-Ösophagus wurde in den 1950er Jahren vom britischen Chirurgen Norman Barrett beschrieben.Heute bezeichnet man damit Zellveränderungen in der unteren Speiseröhre, die durch chronischen Reflux entstehen. Die empfindliche
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Barrett und Krebs – wie groß ist das Risiko wirklich?
Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Barrett-Ösophagus und Krebs beschäftigt insbesondere betroffene Patienten. Früher wurde das Risiko deutlich überschätzt. Heute wissen wir, dass es — zum Glück — viel geringer ist. Dennoch besteht ein Zusammenhang, und entscheidend ist der individuelle Befund: Kleine, isolierte Barrett-Areale sind deutlich unproblematischer als ein sogenannter Long-Barrett , der sich über mehrere Zentimeter erstreckt, oder sich zirkulär ausbreiten. Bei
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Das Löhde-Verfahren
Die Operation im Überblick – anschaulich erklärt Zur besseren Veranschaulichung habe ich für Sie eine Animation der Refluxoperation im "Löhde-Verfahren" vorbereitet. Die wesentlichen Unterschiede zu herkömmlichen Operationsmethoden werden dabei unmittelbar deutlich: 1. Keine Naht an der Speiseröhre Die Speiseröhre selbst bleibt vollständig unberührt. Sie verläuft frei durch die rekonstruierte, natürliche Öffnung im Zwerchfell. 2. Keine Umschlingung durch den Magen Es erfolgt
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Netze in der Refluxchirurgie
Netze wurden ursprünglich in der Hernienchirurgie eingesetzt, also bei der Behandlung von „Brüchen“ wie Leisten- oder Nabelbrüchen. Dort dienen sie dazu, Schwachstellen abzudecken und die Bauchwand zu stabilisieren. Dabei kommen sowohl resorbierbare als auch nicht-resorbierbare Materialien zum Einsatz. Beim Zwerchfell ist die Situation jedoch grundlegend anders: Hier geht es nicht einfach darum, ein Loch zu verschließen, sondern die Stabilität des Zwerchfells wiederherzustell
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Das Mysterium: Der Hiss´sche Winkel
Der Internist Wilhelm Hiss (1863–1934) wurde als eines von sechs Kindern des angesehenen Anatomen und Physiologen gleichen Namens geboren. Zahlreiche bis heute bedeutsame Entdeckungen, insbesondere zum Reizleitungssystem des Herzens, sind mit seinem Namen verbunden. Doch er widmete sich auch der Frage des Refluxes. Dabei fiel ihm auf, dass der Magen – von vorne betrachtet und bei intaktem Zwerchfell – stets in einem spitzen Winkel zur Speiseröhre steht. Ursache hierfür ist, d
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LINX - Das Magnetband
Liebe Patientinnen und Patienten, kürzlich stellte sich erneut ein Patient zur Entfernung eines LINX-Bandes bei mir vor. Dies nehme ich zum Anlass, einige Worte zu diesem magnetischen Anti-Reflux-System zu erläutern. Auf dem Röntgenbild ist das LINX-Band gut erkennbar. Während der Patient ein Kontrastmittel schluckt, lässt sich beobachten, wie dieses durch die Enge des Magnetbandes hindurchtritt. Das LINX-System besteht aus einer Kette kleiner Magnetelemente, die sich gegens
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OP Methode RefluxStop™
Was ist RefluxStop™? Hierbei wird ein etwa pingpongballgroßer Kunststoffkörper in den oberen Anteil des Magens eingenäht. Dadurch soll Druck auf die Speiseröhre ausgeübt werden, um Reflux zu verhindern. Ferner führt der Fremdkörper zu heftigen Verwachsungen von Zwerchfell- und Magengewebe. Dies soll ein Verrutschen der Organe durch das gerissene Zwerchfell verhindern. Ist das sinnvoll? Die Fremdkörperreaktion auf das Implantat führt tatsächlich zu einer ausgeprägten Narbenb
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