top of page

Herz und Zwerchfell – ein oft übersehener Zusammenhang

  • PD Dr.med.Eckhard Löhde
  • 15. März
  • 2 Min. Lesezeit

Immer wieder berichten mir Patienten über plötzlich auftretende Herzbeschwerden. Ein Patient formulierte es so: „Mein Herz raste wie eine Nähmaschine – ein zutiefst beängstigendes Gefühl.“

Nicht selten steht dabei zunächst der Verdacht auf einen Herzinfarkt im Raum.

Die Reaktion ist verständlich: Notarzt, Krankenhaus, umfassende kardiologische Diagnostik. EKG, Belastungsuntersuchungen, Ultraschall und Labor – alles wird sorgfältig geprüft.


Das Ergebnis ist jedoch fast immer dasselbe:

Das Herz ist gesund.


Und dennoch bleiben die Beschwerden

Das könnte beruhigen, tut es aber nicht. Denn die Symptome treten weiter auf:

  • plötzliches Herzrasen

  • Engegefühl in der Brust

  • Luftnot

  • Druck im Brust- oder Rückenbereich


Die Patienten kehren zum Arzt zurück – erneut folgen Untersuchungen, erneut ohne Ergebnis.

Spätestens dann verschiebt sich die Perspektive: „Vielleicht ist es psychisch...“


Die Folge: eine lange Odyssee

Viele Betroffene durchlaufen nun verschiedene Fachrichtungen:

  • Kardiologie → Herz gesund

  • Pneumologie → Lunge unauffällig

  • Gastroenterologie → unspezifische Befunde

  • Neurologie / Psychiatrie → keine klare Ursache

Alle Organe wieder gesund — aber die Patienten spüren sehr genau: "Etwas nicht stimmt“.


Ein Patientenbeispiel

Ein Patient berichtete über sechs Jahre(!):

Die Beschwerden traten plötzlich auf – häufig im Zusammenhang mit dem Essen. Herzattacken, Atemnot und ein massives Angstgefühl bestimmten zunehmend den Alltag.

Es folgten zahlreiche Diagnosen und Therapieversuche:

  • Reizmagen

  • kleine Hiatushernie („nicht relevant“)

  • psychische Belastung

Medikamente, Diäten und sogar eine längere Psychotherapie brachten keine Besserung.

Die Lebensqualität nahm zunehmend ab, das soziale Leben wurde eingeschränkt, Ängste und Unsicherheit nahmen Überhand.


Was war die Ursache?

Erst später zeigte sich: Ein kaum zu erkennender Zwerchfellbruch.

Die Beschwerden hatten ihren Ursprung nicht im Herzen selbst, sondern im gestörten Zusammenspiel der Organe im Oberbauch.


Die Lösung

Nach der operativen Wiederherstellung der anatomischen Verhältnisse:

  • verschwanden die Herzattacken

  • normalisierte sich die Belastbarkeit

  • kehrte die Lebensqualität zurück

Das Herz beruhigte sich – ohne dass es jemals krank gewesen war.


Fazit

Nicht jede Herzsymptomatik ist eine Erkrankung des Herzens. Manchmal liegt die Ursache tiefer – im gestörten Zusammenspiel der Organe. Das Herz reagiert dann nur. Wird diese Ordnung wiederhergestellt, beruhigt sich auch das Herz.


Ihr

Priv.-Dez. Dr. med. Eckhard Löhde


Röntgen-Breischluckuntersuchung , Herzattacken, Depressionen, Sodbrennen, Säure, Husten, Magenspiegelung, Ernärhungsumstellung, Löhde, Thomas, Florian, OP nach Löhde, Loehde, Gleithernie, Hernie, Zwerchfellhernie, Operation, Berlin, Österreich, Herz, Magen, Speiseröhre, Barrett, Schleimhaut

 
 
 

Kommentare


bottom of page