Wenn Reflux das Leben verändert
- PD Dr.med.Eckhard Löhde
- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
In vielen Briefen meiner Patienten taucht – oft nur zwischen den Zeilen – ein schwerwiegendes Problem auf:
Reflux bedeutet für viele Betroffene nicht nur körperliche Beschwerden, sondern ein grundlegend verändertes Leben.
Ein gemeinsames Essen, ein Glas Wein, ein unbeschwerter Abend – all das wird ersetzt durch Verzicht, ständige Selbstbeobachtung und Schmerzen.
Eine endlose Odyssee
Auf der Suche nach der Ursache folgt häufig eine lange Reihe von Untersuchungen:
CT, MRT, Röntgen
EKG, Belastungs-EKG, Herzkatheter
Magenspiegelung, pH-Metrie
Labor, Ultraschall, Manometrie
Das Ergebnis: „Keine schwerwiegende Erkrankung. Machen Sie sich keine Sorgen. Vielleicht einmal Urlaub?“
Die Folge
Die Leichtigkeit verschwindet.
Viele Patienten ziehen sich zurück, vermeiden soziale Situationen und wirken nach außen distanziert – obwohl sie es gar nicht sein möchten.
Hinzu kommen oft weitere Faktoren:
unangenehmer Mundgeruch durch aufsteigende Gase
Unsicherheit im beruflichen und privaten Kontakt
Schlafstörungen und Erschöpfung
zunehmende psychische Belastung
Nicht selten entwickeln sich depressive Verstimmungen.
Die Wendung
In dieser Situation kommt es häufig dazu, dass die Beschwerden als psychisch bedingt eingeordnet werden.
Es folgen:
Psychotherapie
psycho-medikamentöse Behandlung
stationäre psychosomatische Programme
Und tatsächlich beginnen viele Patienten, an sich selbst zu zweifeln: „Vielleicht bilde ich mir das alles wirklich nur ein.“
Die Realität
Der Alltag mit Familie und Beruf geht weiter – trotz Schlafmangel, Erschöpfung und anhaltender Beschwerden.
Viele kämpfen sich beeindruckend durch ihr Leben. Andere geraten zunehmend an ihre Grenzen.
Ein Patient schrieb mir:
„Ich bin erschöpft, habe Luftnot, Herzrasen und Angst. Alle Untersuchungen sind unauffällig. Aber etwas stimmt mit mir nicht. Ich kann einfach nicht mehr.“
Viele Jahre des Lebens gehen verloren – durch falsche Einordnung, unnötige Therapien und die nicht endende Suche nach Ursache und Heilung.
Was ist wichtig für Sie?
Die einzelnen Organe mögen alle gesund sein – und das ist auch gut.
Doch ihr Zusammenspiel ist gestört. Genau das wird häufig nicht bedacht.
Und deshalb bleibt die eigentliche Ursache unbehandelt.
Ihr
Priv.-Doz. Dr. med. Eckhard Löhde



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