top of page

Zwerchfellbruch - warum gerade ich?

  • PD Dr.med.Eckhard Löhde
  • 25. März
  • 2 Min. Lesezeit

Viele fragen sich: Warum habe gerade ich einen Zwerchfellbruch bekommen? Lag es am Sport, an einer Belastung oder an einem bestimmten Ereignis?

Dieser Bereich im Zwerchfell ist bei jedem Menschen eine gewisse Schwachstelle, die für den Körper nur schwer zu stabilisieren ist. Kommen zusätzliche Risikofaktoren hinzu, kann das System ins Ungleichgewicht geraten.


Gesicherte Risikofaktoren

  • Schwangerschaft (insbesondere Mehrlingsschwangerschaft oder großes Kind)

  • familiäres Auftreten (Eltern, Großeltern)

  • Skoliose

  • anhaltender Husten


Häufige begünstigende Faktoren

  • Trichterbrust

  • rasches Längenwachstum in der Pubertät

  • großer und schlanker Körperbau

  • morbide Adipositas

  • Falsches Krafttraining


Grundsätzlich liegen Risiken in einer chronischen Druckbelastung, im individuellen Verlauf der Muskelzüge sowie in der vererbten Position der Organe im Hiatusbereich.


Wie entsteht der Zwerchfellbruch?

Ein Zwerchfellbruch entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich über längere Zeit. Ganz langsam, millimeterweise beginnt das Gewebe nachzugeben.

Diese Situation besteht bei vielen Menschen bereits – oft ohne Beschwerden und ohne, dass sie es überhaupt wissen. Der Körper kann diese Phase häufig über Jahre kompensieren.

Erst wenn diese Stabilität weiter nachlässt und es zu tatsächlichen Verschiebungen kommt, treten Symptome auf. In der Regel schreitet der Prozess dann aber langsam, aber kontinuierlich fort.


Warum treten Beschwerden scheinbar plötzlich auf?

Viele Patienten berichten von einem „auslösenden Moment“.

Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Gemeint ist meist der Beginn der Beschwerden – nicht die Entstehung des Bruchs.

Der eigentliche Zwerchfellbruch besteht oft schon lange zuvor. Dem Körper gelingt es jedoch, durch kompensierende Mechanismen – etwa die Bildung von stabilisierendem Ersatzgewebe – die Situation zunächst auszugleichen.

Kommt es dann zu einem besonderen Belastungsereignis, gibt dieses System nach – und die Beschwerden treten sofort auf.


In diesem Moment „bricht“ nicht das Zwerchfell selbst. Der Defekt bestand bereits.

Vielmehr versagt nun auch das kompensierende Schutzsystem.


Fazit

Ein Zwerchfellbruch entsteht selten durch ein einzelnes Ereignis – er ist multifaktoriell.

Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren.

Und genau deshalb bleibt die eigentliche Ursache oft lange unbemerkt.


Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Eckhard Löhde



Reflux, Sodbrennen, Husten, Löhde, Berlin, Österreich, Reflux-OP, Husten, Brennen, Übelkeit, Magenschmerzen, OP nach Löhde,  PPI, Gaviscon, Ablassmier, OP mit Netz, Florian Thomas, Säuremessung, Manometrie, Magenspiegelung, Braunalgen, Heiserkeit, Stimme weg, Säure, Brennen

 
 
 

Kommentare


bottom of page